Jasmin van der MeerHeilpraktikerin für Psychotherapie · Kolbermoor

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Emotionales Essen: warum wir bei Stress essen

Emotionales Essen bedeutet, dass wir nicht aus Hunger essen, sondern um Gefühle wie Stress, Frust, Langeweile oder Traurigkeit zu beruhigen. Das ist menschlich. Wird es zum Muster, hilft es, die Gefühle dahinter zu erkennen und andere Wege zu finden, gut für sich zu sorgen.

Von Jasmin van der Meer · 4 Minuten Lesezeit · überarbeitete Fassung des Artikels von 2021

Essen als Trost

Schon als Kinder lernen viele von uns, dass Süßes tröstet oder belohnt. Kein Wunder, dass wir auch als Erwachsene zum Kühlschrank gehen, wenn der Tag zu viel war. Essen beruhigt kurzfristig. Danach kommen oft Schuldgefühle, und der Kreislauf beginnt von vorn.

Körperlicher und emotionaler Hunger

  • Körperlicher Hunger kommt langsam, emotionaler Hunger plötzlich.
  • Körperlicher Hunger ist offen für vieles, emotionaler Hunger will etwas ganz Bestimmtes.
  • Körperlicher Hunger hört auf, wenn Sie satt sind. Emotionaler Hunger oft nicht.

Warum Diäten selten helfen

Strenge Regeln und Verbote verstärken häufig den Druck, und damit das Bedürfnis nach Trost. Hilfreicher ist, wieder auf die Signale des eigenen Körpers zu hören: Habe ich Hunger? Was brauche ich gerade wirklich?

Kleine Schritte für den Alltag

  • Halten Sie vor dem Essen kurz inne und fragen Sie sich, wie Sie sich gerade fühlen.
  • Legen Sie sich eine Liste mit Alternativen an: kurz rausgehen, jemanden anrufen, Musik, eine warme Dusche.
  • Essen Sie ohne Ablenkung und in Ruhe.
  • Seien Sie freundlich mit sich, wenn es mal nicht klappt.

Wie Therapie unterstützen kann

In der Therapie schauen wir, welche Gefühle und Situationen das Essen auslösen und welche Bedürfnisse dahinterstecken. Sie lernen, diese Gefühle auszuhalten und anders zu stillen. Bei Verdacht auf eine Essstörung wie Bulimie oder Binge-Eating empfehle ich zusätzlich eine ärztliche Abklärung.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, wenden Sie sich bitte an den Krisendienst Bayern (0800 655 3000).

Lernen wir uns kennen.

Das erste Gespräch dauert 20 Minuten und ist kostenlos. Telefonisch oder per Video, ganz unverbindlich.

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